Letzte Änderungen: 18.09.2004 Bilder und Berichte aus Kroatien · startseite · kroatien · kroatien 2003

Kroatien Urlaub 2oo3 an der Adria

21.04.2003 - Abfahrt von Rodgau um 6 Uhr. Vor mir etwa 1030km bis nach Crikvenica an der Adriaküste. Ich komme recht gut durch, Dank Ostermontag ist die Autobahn leer wie ich sie noch nie erlebt habe. Ab München dann das gewohnte Bild: 3spurige Autobahn und die Münchner Sonntagsfahrer fahren nur Mittelspur. Ich könnte mal wieder zum .... Nerv!!!
Bis hinter Salzburg schönstes Wetter. Ab Salzburg liefere ich mir ein kleines "Rennen" mit einer jungen Frau in einem Ford Focus. Am Abzweig Bischofshofen verlässt sie leider meine Richtung. Ich war etwas überrascht, als sie mir beim Abfahren zuwinkte. Hat scheinbar nicht nur mir die Fahrzeit ein wenig verkürzt.

Am ersten Tunnel, dem Katschbergtunnel, sehe ich tiefe Wolken hinter den Bergen vor mir hängen: Südstau. Da scheint das vom Wetterbericht angesagt Tief also schon von der Adria bis nach Österreich hinein zu reichen. Mautgebühren haben sich nicht geändert +++ Und trotz das die Lüftung aus ist, stinkts nach ca 4km im Auto nach Abgasen. Im nä. Tunnel, dem Tauerntunnel, probiere ich mal mit minimaler Umluft, bringt aber auch nix.

Hinter der slowenischen Grenze dann das Bild, das ich eigentlich schon viel früher erwartet hätte: der Oster Heimreiseverkehr hat eingesetzt. Von der Grenze bis weit hinter Ljubljana ein Auto am anderen. Ich beschliesse die Autobahn durch Slowenien bis kurz hinter Triest zu nehmen und dann parallel zur Küste in Richtung Rijeka zu fahren. Durch die Berge will ich lieber nicht, denn mittlerweile regnet es und die Temperaturen sind von 15 Grad auf knapp 4 Grad gefallen. Wunder, das es nicht schneit. Na das kann ja noch was geben.

Hinter Ljulbjana wird die Autobahn Mautpflichtig. Allerdings mit 3,60 Euro +++ bis nach Postojna wohl wesentlich günstiger, als wenn man von Villach nach Triest auf italienischer Seite fährt. Vor 2 Jahren waren es noch 13 DM bis kurz hinter Udine. Weiss nicht, was es heute kostet. Gegen 16 Uhr komme ich dann endlich in Tribalj an. Wetter sieht hier wesentlich besser aus, als in Slowenien. Ein bissl scheint die Sonne, es ist recht warm und die leichte Bewölkung reisst öfter mal auf. Eberhard steht am Landeplatz und packt grad seinen Schirm zusammen. Wir beschliessen gleich nochmal hinauf zu fahren. Zwei Österreicher fahren mit uns. Oben angekommen geht nur noch wenig Wind. Schnell auspacken und raus. Eberhard bleibt als letzter, da ich mit neuem Schirm, einem Swing Arkus 2002, und neuem Gurtzeug noch bissl Kontrolle brauche, ob alles glatt geht. Leider reicht der Wind für Eberhard nicht mehr. Ich drücke ihm auch noch den falschen Autoschlüssel in die Hand, so muss der ärmste warten, bis die beiden Österreicher ihm den richtigen Schlüssel bringen. Die Runde geht an mich.

Komme aber gut weg. Der Swing Schirm ist zum starten einfach ideal. Nur ein wenig an den vorder A-Leinen (die A-Leinen sind geteilt, dadurch zieht man nur die Mitte des Schirmes hoch) gezogen und plopp steht der Schirm über einem. Im Gegensatz zu meinem Perche Saga muss ich mich erstmal dran gewöhnen, nicht mehr ganz so stark zu ziehen, denn der Schirm schiesst nun natürlich schnell nach vorne. Einige Stunden auf der Wiese mit Aufziehübungen werden dort aber auch die gewohnte Routine bringen. Leider hatte ich bisher kaum Zeit und Gelegenheit dafür. Nicht so gut, wie sich am nächsten Tag zeigt.

...

Jetzt aber versuche ich noch ein wenig Höhe zu gewinnen, aber der Wind gibt mittlerweile keinen Auftrieb mehr. Also abdrehen und ab zum Landeplatz, einer recht grossen Wiese im Ort. Da ich zu lange am Hang probiert habe, komme ich sehr tief rein über dem Ort. Es scheint mir ein wenig knapp zu werden, also weiche ich auf eine Grünfläche hinter dem Fluss aus. Kleine rechtskurve gegen den Wind gedreht und ich stehe. Der kleine Campingplatz direkt am Landeplatz ist auch schnell erreicht. Ich suche mir noch ein Quartier, da ich bei den Temperaturen nicht im Zelt nächtigen will. In den Vogesen letztes Jahr hats mir gereicht. Bin eh kein grosser Fan vom zelten. Abends ein Bett und ne Dusche soll schon sein. Joseppa, die Frau vom Campingplatz macht uns lecker geschnetzeltes. Tags zuvor solls Schwein vom Grill gegeben haben. Leider ohne mich.

Meine Wirtsleute sind sehr nett, ein älteres Ehepaar. Das Haus ist direkt neben dem Landeplatz. Die Kommunikation ist sehr schwierig, da ich kein kroatisch und die beiden nur ein paar Brocken deutsch können. Aber mit Händen und Füßen kommen wir klar. Gegen 22 Uhr dann fallen mir die Augen zu und ich bin froh ins Bett fallen zu können.

Di.22.o4.2oo3 - Da die Bora uns leider das fliegen in Tribalj vermiest (Nordostwind am Startplatz, also Rückenwind und nicht zu knapp), beschliessen wir nach Krk zu fahren. Es soll dort ein Fluggebiet geben. Nach ca.einer Stunde kommen wir in Blascs +++ an. Ein nettes kleines Örtchen mit schönen Gassen, vielfach noch reparaturbedüftigen Häusern und einer schönen Hafenpromenade. Da es mittlerweile 14 Uhr ist, wird erstmal für das leibliche Wohl gesorgt. Leider halten wir uns zu lange auf, denn der Wind wird immer schwächer. Bis wir endlich den richtigen Weg, eine mühsame Kletterei auf Trampelpfaden, gefunden haben, vergeht auch nochmal eine Stunde. Gegen 16.30 Uhr sind wir dann endlich oben angekommen. Eberhardt kommt recht gut raus von dem Terrassenförmigen Startplatz. Ich versuche es als zweiter, lege aber meinen Schirm erstmal über die dornigen Büsche. Diedhard schaffts auch erst im zweiten Anlauf. Eberhard ist mittlerweile schon am Strand gelandet. Sicher sehr zur Freude der wenigen Badegäste, für die das wohl eine nette Abwechslung ist.

Mein zweiter Versuch geht auch in die Büsche und ich habe die Nase voll. Das Problem ist der schwache Wind. Er trägt nicht, bevor man von einer Terrasse auf die nächste springen muss. Tut man selbiges, wird der Schirm kurz belastet beim Absprung und dann entlastet, wenn man wieder aufkommt. Ich stürze mich zwar mutig in die Tiefe, aber mehr als einen grossen Riss am Overall bringt es mir leider nicht. Vieleicht hätte ich es schaffen können, wenn ich meinen Schirm besser im Griff hätte. Aber leider ... Ich bin dankbar über die Hilfe vom Karl beim Schirm bergen aus den Büschen und packe gefrustet zusammen. Bei gutem N/NO Wind gehts hier sicherlich gut zu fliegen. Im Sommer wenn die Touris einfallen hat man aber keinen Landeplatz mehr, da der Strand und der Campingplatz dann voll sind. Andere Landemöglichkeiten haben wir nicht gesehen. Ausserdem ist der Aufstieg sehr mühsam, da es keinen richtigen Weg gibt und man teilweise über Zäune und Steinmauern steigen muss. In Tribalij angekommen wartet schon das Cevapcici auf uns. Dann wird es leider sehr schnell recht kühl und nach und nach verschwinden wir alle in den Betten.

Mittwoch - leider spielt das Wetter nicht so recht mit. Morgens kleiner Ausflug nach Crkvenica, zwecks baden des Doctors und Geld holen. Mittags liegen wir in der Sonne und geniessen unseren Urlaub. Gegen 13 Uhr dann fahren wir auf den Berg und wagen einen Flug. Der Start klappt ganz gut, es geht schnell nach oben. Allerdings ist die Luft sehr unruhig, der Schirm arbeitet über mir und mir ist das ganze nicht geheuer. Dauernd denke ich: jetzt klappt er zusammmen. Die Baumlandung von Annecy +++ steckt mir immer noch in den Knochen. Wichtig scheint mir bei diesem Schirm, das ich die Bremsen ständig auf Zug halte, denn er ist sehr agil über mir. Durch die turbulente Luft geht er vor und zurück, arbeitet in sich, aber er bleibt stabil. Das fliegen macht mir aber absolut keinen Spass, da es einfach zu ruppig ist. Eberhard hat sich inzwischen abgesetzt und fliegt hoch über dem Berg seine Runden.

Nach 30Minuten langts mir dann und ich drehe ab Richtung Landeplatz. Es kaum vorwärts, der Schirm will mich dauernd überholen. ich hab alle Hände voll zu tun. Der Gedanke an Absturz, Einklapper, Rettung werfen hält mich ganz gefangen. Über dem Landeplatz dann sehe ich die Fahne verrückt spielen. Es geht mal Süd, dann Ost, dann West. Wie ist mir mittlerweile egal, einzig runterkommen ist mir wichtig. Also wird kräftig gebremst und eingebombt auf der Wiese. Am Boden dann endlich Erleichterung. So hatte ich mir die Sache nicht vorgestellt. Scheint aber wohl dazu zugehören, wie ich am Abend beim Essen erfahre. Jeder Flieger am Tisch hat schon ähnliche Erfahrungen gemacht und bis ich meinen Schirm halbwegs im Griff habe, werden wohl noch 40-50 Flüge vergehen. Ich hoffe nur, das das Unbehagen beim fliegen irgendwann einmal weicht. Leichter Nieselregen beendet an diesem Abend unser Rotweinliches Zusammensein.

Donnerstag - Ich schlafe aus, da laut Wetteronline heut morgen kein günstiger Wind sein soll. Hab mir die Daten per SMS schicken lassen. Als ich dann gegen 12 Uhr aufkreuze liegen alle in der Sonne und lassens sichs gut gehen. Ich versuche auf der Wiese ein wenig mein Glück mit aufziehen, aber der Wind spielt nicht so recht mit. Gegen 13 Uhr dann Auffahrt zum Gipfel. Oben weht aber der Bora, ein Fallwind aus nördlichen Richtungen. Es soll noch einen Startplatz weiter hinten im Land geben, also beschliessen wir, es dort zu versuchen. Leider hat niemand eine genaue Karte der Gegend und so fahren wir 3 Std. durch wilde Täler und Schluchten, bis wir endlich in grosses Tal kommen mit riesigen Landewiesen. Nur die Startplätze bleiben uns verborgen. Heut morgen gabs nur einen Cappucchino und ein Stück Weissbrot, mir knurrt schon seit einiger Zeit der Magen. In Lic finden wir endlich eine Gastwirtschaft. Der Wind steht auch hier steif aus Nord, an fiegen ist also nicht zu denken.

Als wir dann wieder in die Nähe von Tribalj kommen, sieht es super aus. Der Wind steht günstig und wir fahren zum Startplatz. Der Wind steht günstig, also schnell ausgepackt, der Bergwind wird wohl bald wieder stärker sein. Vorwärtsstart geht prima, ich drehe nach rechts und kämpfe mit den anderen am Grat um Höhe. Leider verpasse ich den richtigen Punkt und komme immer tiefer. Bei diesen laminaren Bedingungen fasse ich aber mehr vertrauen zum Schirm und wage mich recht nah an den Berg heran. Es hebt einige Male recht gut, im grossen und ganzen reichts aber nicht, um die Höhe zu halten, geschweige denn höher zu kommen. Bei 290m schliesslich breche ich ab. Leider schon viel zu tief, um noch zu Landewiese im Ort zu kommen. Also gehts in Richtung der grossen Wiesen nördlich vom See. Als ich noch etwa 100m über Grund bin, rennt ein Hütehund unter mir herum un kläfft mich an. Da ich nicht weiss, was er nach einer Landung mit mir oder dem Schirm macht, weiche ich auf eine Wiese Richtung Strasse aus. Ein kleiner Bach trennt mich dort vom Hund. Leider wird die Landung etwas heftig. Vor mir ist eine Stromleitung und ich kann nicht einschätzen, wie lange der Schirm noch fliegt, also ziehe ich die Ohren ein. Der Schirm beschleunigt und ich komme recht unsanft auf. Der Schirm legt sich über ein paar Büsche vor mir und ich lieg mal wieder auf der Nase. Da muss noch viel geübt werden. Allerdings unter besseren Bedingungen.

Freitag, 25.04. - Gegen 10 Uhr quäle ich mich aus dem Bett. Frühstück ist schon wieder vorbei. Ist mir einfach zu früh. Hab schliesslich Urlaub. Gegen 12 Uhr gehts dann den Berg hinauf. Der Wind steht gut an und wir stürzen hinaus. Rückwärtsstart wird immer besser. Muss noch lernen, den Schirm sanft in die Lüfte zu heben, da er ansonsten schnell vorschiesst. In der Luft dann gehts vor und zurück, auf und ab, schaukeln rechts und links. Anfangs wieder dieses mulmige Absturzgefühl, aber nach einiger Zeit dann stellt sich ein wenig das schon vom Saga gewohnte Sicherheitsgefühl ein. Nach einem ersten halbseitigen Klapper mit leichtem verhängen ändert sich das ein wenig. Da ich aber den Schirm nach ein paarmal pumpen wieder in voller Pracht über mir habe und er sich bis dahin absolut stabil verhält, bin ich beruhigt. Das Herz klopft trotz allem. Einige Zeit später dann ein kommt die Kappe vorne runter. Der Schirm geht aber allein wieder auf, ohne das ich eingreifen muss.

Einige Sachen hab ich heute gut gelernt. Den Schirm ständig auf Zug halten, so merke ich schnell, was er macht und was passieren wird. Wenn er vorschiessen will, bekommt man das schneller in den Griff, da man schon bei der Vorschiesstendenz gegenbremsen kann und der Schirm so nicht zu weit nach vorne kommt. Bei den unruhigen Verhältnissen heut, war dies öfter notwendig. Man merkt auch gut, welche Seite nach oben zieht, also in den Aufwind/Thermik geht. Diese Seite mehr stabilisieren und den Schirm dem Aufwind folgen lassen. Der Arcus2 arbeitet einiges mehr als mein Saga. Aber ich hatte nach einiger Zeit nicht das Gefühl, das er unsicher sei. Auch wenn es turbulent wurde.

Ich fliege die Kante bis hinter die Burg ab, es geht hoch und runter, aber es macht Spass. Ich schaffe laut Vario 1010m Höhe, das sind ca. 980m über Talgrund. Nach ca. 2 Std. gehts dann zur Landung, die Blase drückt und der Kaffee ruft. Magen knurrt sowieso, da es heut ja kein Frühstück gab. Wir faulenzen ein wenig in der Sonne. Die anderen sind Top gelandet und gegen 16 uhr wieder in der Luft. Also machen der Franz und ich uns wieder hinauf. Oben weht inzwischen ein etwas heftigerer Wind. Zwei Kroaten sind noch dazu gekommen. Diesmal kan ich mich nur 30minuten halten. Nachdem ich einmal ziemlich tief gekommen bin, komme ich nicht mehr hoch. Irgenwie reichts auch, also gehts zum Landeplatz. Eine sportliche Landung und der Flugtag ist erfolgreich beendet. Am Abend dann beim Pivo lassen wir uns von den beiden Kroaten aus Zagreb ein paar kroatische Fluggebiete auf der Karte zeigen. Es gibt Rasnici mit Pommes (nicht gerade kroatisch) zu essen. Ich verabschiede mich bei Zeiten, da ich doch ziemlich k.o. bin von der Sonne und dem "Stress" am Berg. Aber hoffentlich gibts morgen wieder solchen Stress, damit ich mich unter meinen Schirm endlich wieder wohl fühle.

Sa - morgens quäle ich mich endlich einmal zum Frühstück heraus. Zu fliegen geht aber noch nix. Erst gegen Mittag fahren wir hoch. Vorher noch ein kleiner Bummel in Crikvenica an der Promenade. Mittags dann Auffahrt. Leider weht oben ein starker Wind, teilweise Böen bis zu 33kmh. Wir machen auf dem Berg erstmal Pause und liegen faul in der Sonne rum. Schliesslich wirds zu langweilig und wir gehen den Gipfel hinterm Startplatz hinauf. Von oben hat man tolle Sicht bis zur Adria. Der Wind erreicht hier Spitzen von 44kmh, was durch den Düseneffekt am Grat zu erklären ist. Da es so mit dem fliegen nix wird, schauen wir zum Winterstarplatz. Dort bekommen wir von ein paar Fliegern die Auskunft, das der Wind hier zu auch stark sei und wir fahren runter. Etwa 20 Minuten später sehen wir die beiden dann am Grat schweben, teilweise stehen sie aber in der Luft. Trotzdem wollen wir es nochmal probieren und fahren hoch.

Oben dann recht rauher Wind, aber es scheint startbar zu sein. Eberhardt haut sich als erster raus. Der Wind kommt mittlerweile ziemlich von der Seite, er muss kämpfen, das der Schirm auf Richtung kommt. Ich lege etwas tiefer aus, da es dort breiter ist und ich den Schirm in Windrichtung besser aufziehen kann. Nachdem der Schirm in der Luft ist, laufe ich, aber der Schirm trägt nicht. Bin evt. ein wenig zu tief. Ich will abbrechen und ziehe die Bremsen, der Schirm bleibt aber weiter über mir. Also schnell entschlossen nochmal richtig Gas gegeben und nach vorn gelehnt. Bei dem Gelände, es ist felsiger Untergrund mit Gras und Geröll, eigentlich nicht gut, falls der Schirm durchsackt, knall ich auf die Steine. Bei dem Wind ist das allerdings eher unwahrscheinlich. Endlich hebt der Schirm sich und ich schwebe über der Kante. Der Schirm bleibt stehen und ich bange, das es nun senkrecht nach unten geht. Ich stabilisere, da der Schirm tänzelt, bis er in den Aufwind eintaucht unc mich erstmal mit 2-3m/s nach oben reisst. Dann schaukelt es eine ganze Weile und dann gehts vorwärts.Draussen dann saufe ich aber gnadenlos ab und mache noch den Fehler, zu weit nach rechts, mit dem Wind zu fliegen. Hätte lieber am Startplatz Höhe machen sollen. Egal. Wirds halt ein kurzer Abendflug. Mittlerweile ists auch schon 18Uhr, Zet für das Abendfläschen :-)

So. morgen dann leichter Nieselregen. Per WAP sagt der Wetterbericht auch nichts gutes vorher, also Abbreise. Gegen MIttag dann schüttet es wie aus Eimern. Wir fahren Richtung Ucka. Die Strassen sind zwar recht gut hier im Gebirge, aber der Asphalt ist Mist. Man kommt sehr schnell ins schleudern durch das viele Wasser. Die Fahrt am Ucka vorbei ist recht imposant, tolle Landschaft hier. Bei einer kleinen Pause entdecken wir an einem Abhang eine der typischen Müllhalden in Kroatien. Den Abhang hinab liegen Autos, Kühlschränke und weitere Hausgeräte. Das Natur auch Kapital ist, hat man hier noch nicht erkannt. Aber sicher ist es auch eine Geldfrage. Da steht die Natur leider erstmal an zweiter Stelle. Gegen Mittag in Buzet angekommen, Wetter gut, Sportmotel Zimmer gebucht, rauf auf Campingplatz zum fliegen 2 Starkwindstarts, viel gekämpft, absaufen, Nähe Tennisplatz und aussenlandung gemacht, Pizzeria

Mo - fliegen in Buzet !!! sogar aus liegender Position, über zweitem Landeplatz fast Toplandung versucht, aber doch Schiss gehabt, über Bahnlinie mit vielen Rückwind zum 2.Startplatz geflogen, dort halbe Stunde rumgespielt und dann gen Tal, in Nähe von offiz. Landeplatz runter Abends in Fortuna 15km vor Benzo lecker Wildschwein mit Gnocchi gegessen

Di - Heute ist wieder starkwindfliegen angesagt. Am morgen fliegt der Eberhardt erstmal zur Burg und wir machen einige Schnappschüsse. Die Landung wird etwas unsaft auf dem Parkplatz in der Nähe des Hotels, da er leicht ins Lee der Burg gerät. Wir haben seit Tagen Südwestwind. Da es mir Mittags zu stark ist, fahren Eberhardt und ich Richtung Livisce !!! da es dort ein weiteres Fluggebiet gibt. Laut Karte sogar ca. 1000m hoher Berg. Die Strassen sind nicht die besten, Landeplätze von der Strasse aus nicht zu sehen. Die Kante ist noch einiges höher als hier in Buzet. Gegen 16 Uhr probiere ich es dann mit dem fliegen. Der Wind ist aber sehr stark für meine Verhältnisse, teilweise 30er Böen. Der Schirm macht mit mir, was er will. Mein Problem ist, das ich zu spät und zu heftig reagiere beim aufziehen. Ich bekomme es auch nicht in den Griff und bevor ich mir den Schirm in den Baum hänge, packe ich wieder ein. Das erfordert noch einige Stunden auf der Wiese mit Aufziehübungen.
Am Hotel angekommen, stellen wir fest, das eine sehr grosse Öllache unter meinem Auto ist. Auf dem Capmingplatz haben wir schon eine Spur gesehen und vermutet, das ich das Opfer bin. Ich rolle zur Tankstelle und finde einen netten Herren, der mich in eine kleine Werkstatt abschleppt. Beim abmontieren des Plastikunterbodenschutz sehen wir ein kleines Triangle in der Alu Bodenwanne. Da Alu nicht zu schweissen ist, will der Monteur versuchen die Wanne zu kleben, damit ich wenigstens nach Deutschland komme.

Der ACV, mein Automobilclub, würde mir ein Ersatzfahrzeug stellen, wenn mein Auto nicht in 3 Tagen zu reparieren wäre. Allerdings müsste ich dann das Auto aus Kroatien abholen. Eine sinnvolle Regelung, der ich nochmal auf den Grund gehen will beim ACV. Wenn das vor ein paar Tagen passiert wäre, wäre es kein Problem, aber ich muss am Mi. nach Hause, da ich arbeiten muss. Ich kann das Auto am Mi.morgen abholen, meint der Monteur, also begeben wir uns erstmal in die Pizzeria. Wir erfahren dort von einem Einheimischen, das die Viadukte die wir auf der Fahrt von Ucka nach Buzet gesehen haben Musolini hat errichten lassen. Wir dachten eher an Römer oder K & K Monarchie.

Mi ist Heimreisetag :-) Ich bezahle mein Zimmer, 250 Kuna die Nacht. Wir holen mein Auto ab, die Reparatur sieht gut aus. Er hat das Loch mit einer Art Metallkleber geklebt (und es hat noch zwei Jahre gehalten, bis ich das Auto verkauft habe).
Als ich in Deutschland bin, erlebe ich ein schönes Naturschauspiel. Der Himmel ist grünlich gefärbt und dunstig. Im Radio sagen sie, das der Fön Sandwolken aus Afrika mit sich führt.

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